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Verfilmt in Berlin (1): Treppenläufer |
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| Die einen moegen sie, die anderen verachten sie - die Telenovela. Dieses spezielle TV-Genre, in dem es fast ausschliesslich um die Illusion menschlicher Perfektion geht, bot den Ausgangspunkt fuer das außergewoehnliche, biographische Filmprojekt Verfilmt in Berlin. Jugendliche die von Krankheit betroffen sind und mit Behinderungen leben bedienen sich dieses beliebten Formats, um ihren Lebensgefuehlen und -wuenschen Ausdruck zu verleihen. Originalszenen einer bekannten kommerziellen TV-Serie werden durch selbstgestaltete Episoden ironisch ergaenzt und erscheinen somit im neuen Kontext, zwischen medialer und reeller sozialer Wirklichkeit. In beispielgebender Weise und stilistischer Qualitaet gelingt es dem Projekt, uebliche Klischees aufzubrechen und zum Nachdenken anzuregen. | Eine Gruppe von chronisch kranken und behinderten Jugendlichen hat gemeinsam mit Freunden und Schuelern einiger Gymnasien einen 35minuetigen Film gedreht, der aus ihrer Sicht ueber ihre Lebensgefuehle erzaehlt. Mit Hilfe einer Filmmontage zitieren sie zunaechst die Fernsehserie "Verliebt in Berlin", um nach deren Anfangsszenen den weithin bekannten Hergang der Telenovela zu durchbrechen und ueber deren Gluecksvorstellung hinausgehende Geschichten zu entwickeln. Dabei haben sie mit Humor und Selbstironie vorherrschende (Medien-)Klischees ueber das Leben mit Krankheit und Behinderung in Frage gestellt und stattdessen von besonderen Lebenswegen, Wuenschen und Traeumen erzaehlt. (Birgit Seemann) mit: Kristin Krug, Lara Seemann, Michael Enax, Moritz Guntau u.v.a. +++ Projektleitung/Prod: Birgit Seemann, Susan Graul +++ Regie: Joachim Muehleisen +++ Kamera: Sascha Quednau +++ Tonbearb.: Olaf Rabe +++ Grafik: Carolin I. Schroeter +++ |
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